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Die Sonne im Saft: Orangenernte rund um Sóller

Voller Stolz hat sich die Gemeinde selbst den Namen gegeben: “Orangental” oder gar “Tal des Goldes” und vom Orangenlikör über das Orangenfest mit Wettbewerb und Degustationsmenus in allen namhaften Restaurants bis zum Export der Frucht an ausgesuchte Händler dreht sich, wenn nicht alles, so doch vieles im Städtchen um die Apfelsine.

Ende Oktober beginnt wieder die Erntezeit. Dann nämlich, wenn in den Gärten und Plantagen in und um Sóller und besonders schön zu sehen zwischen Sóller und dem Bergdorf Fornalutx, die Citrusfrüchte an den immergrünen Bäumen leuchten. Bezaubernd ist dabei neben dem Duft, der die Grundlage für so manches Parfum bildet, dass die Bäume gleichzeitig Blüten und Früchte tragen.
Buchstäblich alle Sinne werden beim Spaziergang durch die Plantagen angesprochen. Der Duft, die Farben, und auch die leisen Töne machen den Reiz der friedvollen Agrarlandschaft aus. Ein ausgeklügeltes, wenn auch archaiches Bewässerungssystem hat zur Folge, dass in dem von Wasserreichtum gesegneten Tal ständig Wasser von den Bergen in kleinen Bächen fliesst, Regenwasser von einem Reservoir in den nächsten Tank rinnt und über Zulaufrinnen, in schmale Gräben oder Bewässerungsanlagen den Pflanzen zugeführt wird. Immer wieder plätschert es sanft vor sich hin.

Bei aller Idylle darf nicht vergessen werden, dass es sich bei der Pflege und Ernte der Citrusfrüchte um Landwirtschaft handelt und der Bauer – heute meist im Nebenerwerb – hart für den Ertrag arbeitet. Dies umso mehr, wenn, wie bereits bei einigen Produzenten im Tal der Fall, auf Pestizide verzichtet und ein ökologischer Anbau betrieben wird. Den Anfang bei der Ernte macht dabei die Navelina Orange, eine typische Winterorange, die in den nördlicheren Ländern beliebter Vitaminlieferant ist und im Dezember in Deutschland wie Nüsse und Marzipan auf den Nikolausteller gehört.

Es ist aber nicht eine Orange wie die andere. Es gibt die Sorte Navel im Januar und die seltene Bitterorange, die bevorzugt zu Marmelade verarbeitet wird. Weiter geht es im Jahreslauf mit der süßen Ortanique, Valencia, die grün-gelbe Peret. Und dann sind da ja auch noch die Zitronen, Limonen, die Mandarinen, Clementinen und hier und da auch Pampelmusen.

Pur und frisch gegessen entfaltet sich der Geschmack der Früchte am besten. Doch gerade im Herbst und Winter sollte es dabei nicht bleiben, denn was wäre die Ente ohne Orange, Crêpe Suzette ohne Orangenduft oder der Glühwein ohne die Würze aus der Orangenschale.

Was für viele Sollerícs selbstverständlich ist, erscheint dem Urlauber oder Residenten und glücklichen Besitzer einer Finca inmitten eines Citrus-Hains immer wieder paradiesisch: Morgens aus der Tür treten, wenn der Tau noch von den Blättern tropft und sich ein paar Orangen für den Frühstückssaft vom Baum pflücken.

Daheim gebliebene können sich bequem die leckeren Vitamin-Klassiker aus dem Tal des Goldes inmitten der Sierra de Tramuntana ins Haus liefern lassen: http://www.fetasoller.com/de/mallorca-shop.php

© Foto: Ajuntament de Fornalutx

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